04.
Feb 2021

Diese Porsche-Fahrzeuge sind vom Abgasskandal betroffen

Wer sich einen Porsche kauft, erwartet etwas ganz Besonderes – ein Fahrzeug der Extraklasse. Tatsächlich heben sich viele Porsche-Modelle jedoch vor allem dadurch ab, dass ihre Abgasreinigung illegal manipuliert wurde. Daraus resultierten hohe Wertverluste sowie ein ständiges Stilllegungsrisiko. 

Zahlreiche Diesel-Fahrzeuge von Porsche wurden zurückgerufen 

Der Stuttgarter Autobauer musste bereits Zehntausende Diesel-Fahrzeuge wegen des Abgasskandals zurückrufen. Dazu zählen Modelle wie der Macan, der Porsche Panamera und der Porsche Cayenne. Zwischenzeitlich gab es aufgrund des Abgasskandals in Deutschland sogar ein Neuzulassungsverbot für den Porsche Cayenne.   

Die manipulierten Porsche-PKW sollten letztlich durch ein Software-Update endlich sauber werden. Betroffene Fahrzeughalter waren dazu verpflichtet, ihre Luxuswagen in die Werkstatt zu bringen. Sonst dürften die PKW nicht länger am Straßenverkehr teilnehmen. Einige Porsche-Besitzer klagten nach dem Software-Update jedoch über einen erhöhten Kraftstoffausstoß sowie Probleme mit dem Motor. 

  

Porsche-Abgasskandal betrifft auch Benziner   

Zuletzt kam jedoch an die Öffentlichkeit, dass auch Benziner von Porsche illegal manipuliert wurden. Im Spätsommer 2020 entdeckte Porsche selbst im Rahmen von internen Ermittlungen, dass auch benzinbetriebene PKW des Konzerns illegal manipuliert wurden. Seitdem laufen auch externe Ermittlungen in der Sache. 

Konkret soll Porsche in Testfahrzeugen andere Zahnradgrößen im Getriebe verbaut haben, als es bei den frei verkäuflichen PKW der Fall war. Dadurch haben die Testfahrzeuge deutlich weniger Schadstoffe ausgestoßen und wurden von den zuständigen Behörden für europäische Straßen zugelassen. In den serienmäßig produzierten Fahrzeugen wurden dann jedoch andere Zahnräder verbaut, die für einen unerlaubt hohen Schadstoffausstoß sorgten. Das ist natürlich illegal. 

Von den Benziner-Manipulationen bei Porsche sind die Modellreihen Panamera und 911 aus den Baujahren 2008 bis 2016 betroffen. Betroffene Halter können davon ausgehen, dass sie zeitnah in Form von offiziellen Rückrufen über die Manipulation ihres Fahrzeugs informiert werden. Anschließend muss Porsche eine Lösung finden, damit die Fahrzeuge die geltenden Umweltrichtlinien auch erfüllen. Der einfache Austausch der Zahnräder wäre jedoch fatal: Dadurch würde die Leistung der Porsche-Autos nämlich enorm nachlassen. 

 

Porsche-Abgasskandal: Diese Rechte haben betroffene PKW-Besitzer 

Wer einen manipulierten Porsche-PKW besitzt, hat ein Anrecht auf Schadensersatz. So besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug an Porsche zurückzugeben, um dafür den ursprünglichen Kaufpreis erstattet zu bekommen. In diesem Fall müssen sich Porsche-Halter lediglich die bislang zurückgelegte Laufleistung negativ anrechnen lassen. Dafür erhalten die Verbraucher ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen. 

Alternativ besteht zudem die Möglichkeit, das Fahrzeug zu behalten und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung durchzusetzen. Diese Form der Durchsetzung von Schadensersatz soll die Halter für den entstandenen Wertverlust entschädigen. 

 

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