04.
Jul 2024

Kraken war jahrelang in Deutschland illegal

Die Krypto-Plattform Kraken hat aktuell verkündet, ab dem 10. Juli 2024 durch eine strategische Partnerschaft mit DLT Finance den deutschen Markt erobern zu wollen. Weil DLT Finance im Gegensatz zu Kraken im Besitz einer deutschen BaFin-Lizenz für den Handel mit Kryptowerten wie Bitcoin oder Ethereum ist, darf das Unternehmen am regulierten deutschen Markt teilnehmen. Das bedeutet aber umgekehrt auch, dass Kraken zuvor in Deutschland illegal war. Deutsche Kraken-Kunden können deshalb ihre Verluste zurückfordern.

Krypto-Unternehmen benötigen deutsche BaFin-Lizenz

Seit dem 01. Januar 2020 benötigen Unternehmen, die in Deutschland Krypto-Geschäfte betreiben wollen, eine BaFin-Lizenz. Dadurch soll deutschen Investoren garantiert werden, dass eine in Deutschland aktive Krypto-Plattform die erforderlichen Standards erfüllt, um im Finanzmarkt tätig zu sein. Dazu müssen die verantwortlichen Plattformen unter anderem belegen, dass sie Maßnahmen zum Anlegerschutz, zur Geldwäschebekämpfung und zur Sicherheit der Transaktionen ergreifen.

Kraken hat sich jedoch bislang nicht um eine solche Lizenz bemüht und war dennoch in Deutschland aktiv. Ohne BaFin-Lizenz sind die bisherigen Verträge zwischen Kraken und ihren deutschen Kunden allerdings ungültig. Deshalb können deutsche Kraken-Kunden ihre Verluste vollständig von dem Unternehmen, das ursprünglich in San Francisco gegründet wurde, zurückfordern.

Das gilt allerdings nur für Kraken-Kunden, die zwischen dem 01. Januar 2020 und dem 10. Juli 2024 auf der Plattform Geld eingezahlt haben. Denn zuvor wurde der Kryptomarkt in Deutschland noch nicht reguliert und ab dem 10. Juli 2024 hat Kraken durch die Kooperation DLT Finance einen legalen Zugang zum deutschen Kryptomarkt. In den knapp viereinhalb Jahren dazwischen hätte Kraken aber nie Geld von deutschen Anlegern annehmen dürfen, weshalb Rückforderungsansprüche bestehen.

 

Rückforderung von Krypto-Verlusten: Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Dass entsprechende Rückforderungsansprüche bestehen, haben deutsche Zivilgerichte bereits tausendfach im Rahmen ähnlicher Verfahren entschieden. So wurden unter anderem fast alle namhaften Online-Glücksspielanbieter in Deutschland zur Rückzahlen von Spielverlusten verurteilt, weil sie ohne Glücksspiellizenz in Deutschland aktiv waren.

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt betroffene Anleger dabei, ihre Verluste von illegalen Krypto-Plattformen zurückzufordern. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Investoren in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf die Rückerstattung ihrer Krypto-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen illegale Krypto-Plattformen sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämlich sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Anleger ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

 

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