05.
Mrz 2021

Auch Porsche-Benziner überschreiten die Schadstoffgrenzwerte

Der Begriff Dieselskandal reicht nicht mehr aus, um die Fahrzeugmanipulationen der Automobilindustrie zu beschreiben. Mittlerweile ist nämlich klar, dass auch Benziner die vorgeschriebenen Schadstoffgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhielten und die Umwelt im Normalbetrieb extrem belasteten. Der Premium-Automobilhersteller Porsche hat die Manipulationen von benzinbetriebenen Porsche-Modellen sogar im Rahmen interner Ermittlungen selbst aufgedeckt.

Im vergangenen Jahr hat das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) daher Ermittlungen in der Sache aufgenommen. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Behörde die manipulierten Modelle noch in diesem Jahr zurückruft, damit die Porsche-Fahrzeuge von dem Hersteller in einen tatsächlich zulassungswürdigen Zustand gebracht werden.

 

So manipulierte Porsche seine Benziner

Wie der Stuttgarter Autobauer die Fahrzeuge in einen ordnungsgemäßen Zustand bringen will, ohne deren Leistung zu verändern, ist bislang unklar. Konkret hat Porsche Testfahrzeuge der Modellreihen 911 und Panamera deutlich umweltfreundlicher konzipiert als die PKW, die am Ende in den Verkauf gingen. So sollen in den Testfahrzeugen andere Zahnradgrößen im Getriebe verwendet worden sein. Diese sorgen für längere Übersetzungen und dadurch auch für einen geringeren Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß.

In den PKW, die in den Serienbetrieb gingen, wurden hingegen andere Zahnräder verbaut, die kürzere Übersetzungen im Getriebe ermöglichten. Dadurch wurden die Fahrzeuge dynamischer, stießen jedoch auch unerlaubt viele Schadstoffe aus. Ein Austausch der Zahnräder würde das Abgasproblem daher zwar lösen, aber auch die Leistung der Sportwagen deutlich mindern.

 

Porsche-Halter haben Anspruch auf Schadensersatz

“Wer sich einen Porsche kauft, erwartet einen Luxuswagen der Extraklasse. Dieser sollte allerdings auch die geltenden Zulassungsvorschriften einhalten, ohne deshalb einen Leistungsverlust zu erleiden. Die bisherigen Erkenntnisse zum Benzinerskandal bei Porsche zeigen aber, dass es schwierig wird, beides zu gewährleisten. Betroffene Halter müssen sich nun auf zeitnahe Rückrufaktionen einrichten.

Die Fahrzeuge werden durch den Skandal wohl enorm an Wert und im schlimmsten Fall sogar die Straßenzulassung verlieren. Wir von der Kanzlei Goldenstein raten betroffenen PKW-Haltern dazu, sich frühzeitig bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten beraten zu lassen und stehen gern für eine kostenfreie Beratung zum Thema zur Verfügung. Wer einen illegal manipulierten PKW besitzt, hat nämlich Anspruch auf Schadensersatz”, erklärt der Rechtsanwalt Claus Goldenstein.

 

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiter zu nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten.

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