Dieselskandal bei Motoren
EA896, EA897 und EA898

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Manipulierte Oberklasse-Modelle des VW-Konzerns

Wer ein hochmotorisiertes Fahrzeug wie einen Audi A8, VW Touareg oder Porsche Cayenne kauft, greift dafür tief in die Tasche. Im Gegenzug erwarten die PKW-Käufer von den leistungsstarken Fahrzeugen auch Fahrspaß, Luxus und Qualität. Zahlreiche Besitzer solcher Autos mussten jedoch eine bittere Pille schlucken: Auch Oberklasse-Fahrzeuge mit den Motoren EA896, EA897 und EA898 aus dem VW-Konzern wurden illegal manipuliert. Dadurch verloren die PKW enorm an Wert. Betroffene Besitzer haben jedoch Anspruch auf Schadensersatz.

Aber Achtung! Die Abgasskandal-Fahrzeuge wurden bereits ab 2018 durch das Kraftfahrt-Bundesamt zurückgerufen. Für betroffene Fahrzeughalter, die ihr Rückrufschreiben in dem Jahr erhalten haben, bedeutet das: Ihre Ansprüche sind bereits verjährt und Ihnen bleibt nur der Anspruch auf Restschadensersatz. Ihr Fahrzeug wurde 2019 zurückgerufen? Dann verlieren Sie keine Zeit! Sie haben nur noch bis Ende 2022 Zeit, Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen. Werden Sie also aktiv – Unsere Experten beraten Sie gern kostenlos zu Ihren Möglichkeiten.

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Wir von Goldenstein Rechtsanwälte sind auf die Rechtsdurchsetzung im Abgasskandal spezialisiert und sind für relevante Grundsatzurteile verantwortlich. Lassen Sie sich jetzt kostenfrei und unverbindlich beraten und profitieren Sie von unserer Expertise

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Die wichtigsten Fakten zum EA896-, EA897- und EA898-Abgasskandal

Bereits 2015 ging aus den Ermittlungskreisen zum Dieselskandal in den USA hervor, dass auch hochmotorisierte Fahrzeuge aus dem VW-Konzern die geltenden Umweltrichtlinien nur während amtlicher Zulassungstests einhielten. Während des normalen Straßenbetriebs stießen die Fahrzeuge hingegen ein Vielfaches der zulässigen Stickoxid-Mengen aus. Daher hätten sie eigentlich nicht zugelassen werden dürfen.

Auch deutsche Abgastests bestätigten diese Ergebnisse. So kam es dazu, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zahlreiche Rückrufe anordnete, damit die verantwortlichen Hersteller die Abgasreinigung der betroffenen Fahrzeuge normalisieren. Noch immer führt die Behörde regelmäßig neue Tests durch und es kommt auch heute noch regelmäßig zu weiteren Rückrufaktionen. Aktuell ist klar, dass Audi-, Porsche- und VW-Fahrzeuge mit Motoren der Typen EA896, EA897 und EA898 manipuliert wurden.

Die betroffenen Fahrzeuge wurden seit 2009 gebaut und erfreuten sich weltweit großer Beliebtheit. Aufgrund des Dieselskandals ist die Nachfrage nach den manipulierten Modellen jedoch enorm gesunken, was mit einem enormen Wertverfall einhergeht.

Entwickler der VW-Tochter Audi haben die manipulierten Motoren konzipiert. Die Mitarbeiter von Audi gilt in Fachkreisen ohnehin als Erfinder der illegalen Abschalteinrichtung. Aktuell müssen sich bereits mehrere Ex-Audi-Verantwortliche wegen des Abgasskandals vor Gericht verantworten. Einer von ihnen ist der ehemalige Audi-Chef, Rupert Stadler.

Die Besitzer von manipulierten Audi-, VW- und Porsche-Fahrzeugen mit den Motoren EA896, EA897 und EA898 können ihre Schadensersatzansprüche problemlos gegenüber dem jeweiligen Hersteller geltend machen. Sie profitieren dabei von verbraucherfreundlichen Grundsatzurteilen auf nationaler sowie europäischer Ebene.

FAQ zum Dieselskandal bei EA896-, EA897- und EA898-Motoren

Welche Fahrzeuge sind von dem EA896-, EA897 und EA898-Abgasskandal betroffen?

Die manipulierten Motoren mit den Bezeichnungen EA896, EA897 und EA898 wurden in folgenden PKW-Modellen verbaut:

Audi

  • A4
  • A5
  • A6
  • A7
  • A8
  • Q5
  • Q7
  • SQ5
  • S6
  • S7

Porsche

  • Cayenne
  • Macan
  • Panamera

Volkswagen

  • Amarok
  • Phaeton
  • Touareg

Wie wurden die Fahrzeuge manipuliert?

Die EA896, EA897 und EA898-Fahrzeuge können Testsituationen erkennen und schalten in diesem Fall auf einen umweltfreundlichen Modus. Nur dadurch bestanden sie die Zulassungstests. Im normalen Straßenbetrieb stoßen die PKW jedoch ein Vielfaches der zulässigen Schadstoff-Mengen aus. Dieses Verhalten ist illegal und diente lediglich dazu, die vorgeschriebenen Umweltmaßnahmen offiziell einzuhalten, ohne viel in die Entwicklung sauberer Motoren zu investieren. Innerhalb des VW-Konzerns wurde also mit dem Ziel der Gewinnmaximierung in Kauf genommen, die Umwelt zu schädigen und die eigenen Kunden zu täuschen.  

Wie erfahre ich, ob mein Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist?

Wer ein Rückrufschreiben wegen des Dieselskandals erhalten hat, hat die Gewissheit: Das eigene Fahrzeug wurde illegal manipuliert und muss ein Software-Update erhalten. Jedoch kommt es auch heute noch regelmäßig zu weiteren Rückrufaktionen. Wer bislang nicht über die Manipulation seines Fahrzeugs informiert wurde, kann daher trotzdem vom Abgasskandal betroffen sein. In unserem Schnellcheck können Sie kostenlos prüfen, ob auch Ihr Auto mit dem Motor EA896, EA897 oder EA898 möglicherweise manipuliert wurde. Gern beraten unsere Experten Sie im Anschluss kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten. 

Welche Folgen hat der Abgasskandal der Motoren EA896, EA897 und EA898 für mich als PKW-Besitzer?

Die allgemeine Nachfrage nach Dieselfahrzeugen ist wegen des Abgasskandals zurückgegangen. Nachweislich manipulierte Fahrzeuge betrifft diese Entwicklung besonders stark. Ihr Wert liegt nicht selten etwa 20 Prozent unter dem Wert von nicht-manipulierten Fahrzeugen. Zudem besteht für betroffene Halter stets ein Stilllegungsrisiko – auch im Ausland. Darüber hinaus bedeutet der Besitz eines illegal manipulierten Fahrzeugs, dass Sie die Umwelt jahrelang unbewusst verschmutzt haben. Hätten Sie diese Fakten bei der Anschaffung gewusst, wäre ihre Kaufentscheidung wohl anders ausgefallen. 

Welche Rechte habe ich als Besitzer eines manipulierten Fahrzeugs?

Wer ein illegal manipuliertes Fahrzeug mit einem Motor des Typs EA896, EA897 oder EA898 besitzt, hat Anspruch auf Schadensersatz. Wir von Goldenstein Rechtsanwälte haben im Mai 2020 das erste Dieselskandal-Urteil vor dem obersten Gericht in Deutschland durchgesetzt – dem Bundesgerichtshof (BGH). Seitdem ist klar, dass betroffene Halter die Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug an den verantwortlichen Hersteller zurückzugeben. Im Gegenzug erhalten die betrogenen PKW-Besitzer den ursprünglichen Kaufpreis sowie Verzugszinsen. Lediglich die bisherige Laufleistung müssen sich die Fahrzeughalter negativ anrechnen lassen. Das Urteil bezog sich zwar auf ein Fahrzeug mit dem VW-Motor EA189, doch es lässt sich grundsätzlich auf jegliche illegal manipulierten Fahrzeuge übertragen.

Sie haben Ihr Fahrzeug innerhalb der letzten zwei Jahre gekauft und befinden sich noch innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist? In diesem Fall können Sie Ihr manipuliertes Auto auch gegen ein neues und mangelfreies Ersatzfahrzeug tauschen. Das hat der Bundesgerichtshof im Juli 2021 entschieden. Die Ansprüche werden dabei gegenüber dem Verkäufer des Fahrzeugs geltend gemacht. Wenn das ursprüngliche erworbene Fahrzeug nicht mehr produziert wird, erhalten Sie ein Nachfolgemodell bzw. ein bauähnliches Neufahrzeug.

Wie sind die Erfolgschancen einer EA896-, EA897 und EA898-Dieselskandal-Klage?

Die Erfolgschancen einer Schadensersatz-Klage im Dieselskandal für Halter von Fahrzeugen mit den Motoren EA896, EA897 und EA898 sind sehr gut. In Deutschland herrscht diesbezüglich bereits Rechtssicherheit. Aktuell müssen die nationalen Gerichte lediglich die Unzulässigkeit einzelner Abschalteinrichtungen individuell bestätigen. Diesbezüglich hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) Verbrauchern im Dezember 2020 den Rücken gestärkt. Die verantwortlichen Richter gaben bekannt, dass jede Abschalteinrichtung illegal ist, wenn sich der Schadstoffausstoß dadurch zwischen Prüfstand und Straßenbetrieb unterscheidet. Nahezu sämtliche Autobauer haben ebensolche Abschalteinrichtungen in ihren Fahrzeugen verbaut – auch Audi, Porsche und VW.
Wie hoch fallen die Entschädigungen im EA896, EA897 und EA898-Dieselskandal aus?

Die Entschädigungen im EA896-, EA897 und EA898-Abgasskandal hängen von dem ursprünglichen Kaufpreis des betroffenen PKW ab. Je höher dieser ausfiel, umso höher fällt auch die Entschädigung aus. Betroffene Halter haben die Möglichkeit, ihr Fahrzeug an den Hersteller zurückzugeben und dafür den vollständigen Kaufpreis einzufordern. In diesem Fall winken zusätzlich Verzugszinsen ab dem Tag der Klage-Einreichung. Die jeweilige Laufleistung wirkt sich jedoch negativ auf die Höhe der Entschädigung aus. Alternativ gibt es zudem die Option, das manipulierte Fahrzeug zu behalten und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung durchzusetzen. In diesem Fall lassen sich in der Regel etwa 20 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises durchsetzen.

In unserem Schnellcheck können Sie kostenfrei in wenigen Minuten prüfen, wie hoch Ihr Entschädigungsanspruch ausfällt.

Welche Kosten entstehen für mich bei der Durchsetzung meiner Rechte?

Wer kein finanzielles Risiko eingehen möchte, muss dies im Rahmen seiner EA896-, EA897 oder EA898-Dieselskandal-Klage auch nicht tun. Sämtliche Rechtsschutzversicherer tragen die Verfahrenskosten von betroffenen PKW-Haltern. Wer nicht versichert ist, hat zudem die Option, die Dienste eines Prozesskostenfinanzierers in Anspruch zu nehmen. Dieser streckt die vollen Prozesskosten einer Dieselskandal-Klage vor und bezieht lediglich im Erfolgsfall eine geringe Provision, die vorher vereinbart wurde. Sollte der Prozess unerwartet verloren gehen, entstehen für den Kläger in beiden Fällen keine Kosten.

Natürlich können PKW-Besitzer ihre Dieselskandal-Prozesse auch selbst finanzieren. Hierfür ist wichtig zu wissen: Wenn der Prozess gewonnen wird, muss die Gegenseite die kompletten Verfahrenskosten tragen. Die vorgeleistete Summe wird in diesem Fall ebenfalls zurückgezahlt.

Wie lange dauert die Durchsetzung von Schadensersatz im Dieselskandal?

Die Länge einer Schadensersatzklage hängt von der Schnelligkeit des zuständigen Gerichtes ab. Im Abgasskandal lassen sich die eigenen Rechte am eigenen Wohnort oder dem Gerichtsstand des verantwortlichen Herstellers einklagen. Die Motoren EA896 EA897 und EA898 wurden in Fahrzeugen von Audi, Porsche und VW verbaut. Diese haben ihre Gerichtsstände in Ingolstadt, Stuttgart und Braunschweig. In der Regel dauert es im Rahmen des Dieselskandals in etwa neun bis zwölf Monate von der Klage-Einreichung bis zur Auszahlung von Schadensersatz. Es lassen sich diesbezüglich jedoch keine genauen Angaben machen. So kann es in einigen Fällen deutlich schneller gehen, in anderen Fällen aber auch länger dauern.

Ich habe ein Rückrufschreiben wegen des Dieselskandals erhalten. Wie soll ich reagieren?

Wer ein Rückrufschreiben wegen des Dieselskandals erhalten hat, weiß, dass das eigene Fahrzeug mit dem Motor EA896, EA897 oder EA898 illegal manipuliert wurde. Natürlich wurden auch schon Fahrzeuge mit anderen Motorentypen wegen des Abgasskandals zurückgerufen. Im Falle eines Rückrufs werden Sie dazu aufgefordert, ihr Fahrzeug in eine Werkstatt zu bringen, um ein Software-Update installieren zu lassen.

Dieses soll die Abgasreinigung ihres PKW normalisieren. Tatsächlich plagten jedoch zahlreiche Fahrzeughalter im Anschluss an die Durchführung eines solchen Updates über einen erhöhten Kraftstoffausstoß sowie eine verminderte Leistung. Unter anderem deshalb sollten Sie sich sofort nach dem Erhalt Ihres Rückrufschreibens bezüglich möglicher rechtlicher Schritte beraten lassen.

Die Durchführung des Updates sollten sie jedoch nicht aufschieben. Wenn Ihr Fahrzeug offiziell zurückgerufen wurde, ist das Update Plicht. Ansonsten verliert ihr PKW die Straßenzulassung. Natürlich haben Sie dennoch die Möglichkeit, Ihre Schadensersatzansprüche in der Sache durchzusetzen.

Muss ich mein Fahrzeug abgeben, wenn ich meine Rechte im EA896-, EA897- oder EA898-Abgasskandal durchsetze?

Wer seine Rechte im EA896-, EA897- oder EA898-Dieselskandal durchsetzt, muss sein Fahrzeug im Zuge dessen nicht zwangsweise abgeben. Es ist auch möglich, den manipulierten PKW zu behalten und etwa 20 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises als Entschädigung durchzusetzen. Oftmals ergibt es jedoch Sinn, den manipulierten PKW an den verantwortlichen Hersteller zurückgeben. Auf diese Weise lässt sich deutlich mehr Schadensersatz durchsetzen. Zudem gehen Sie in diesem Fall kein Risiko ein, dass Ihr manipuliertes Fahrzeug in Zukunft in Deutschland oder einem anderen Land die Straßenzulassung verliert.

Was passiert nach Eintritt der Verjährung?

Im Fall von Betrug oder sittenwidriger Schädigung gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren zum Jahresende ab dem Bekanntwerden des Abgasskandals. Danach lassen sich die Rechtsansprüche nur noch schwerlich durchsetzen. Doch auch danach können Sie tätig werden, sofern Sie Ihren Diesel als Neuwagen erworben hatten. Neuwagenkäufer haben nämlich noch die Möglichkeit, sogenannte Restschadensersatzansprüche geltend zu machen.

Wenn Sie Ihr Diesel-Fahrzeug mit einem Darlehen finanziert haben, können Sie auch den Widerrufs-Joker nutzen. Sie geben Ihr Skandal-Auto an die jeweilige Bank und erhalten dafür den nahezu gesamten Kaufpreis zurück. Erfahren Sie mehr dazu auf unserer Autokredit-Widerrufs-Seite. Gern beraten wir Sie auch persönlich zu Ihren Möglichkeiten.

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