10.
Mai 2022

Die Beweise im Opel-Abgasskandal häufen sich

Vor vier Jahren wurde das erste Mal ein illegal manipuliertes Opel-Auto vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zurückgerufen. Mittlerweile sind deutschlandweit mehr als 200.000 Diesel-Fahrzeuge des Rüsselsheimer Herstellers von entsprechenden Rückrufen betroffen und zuletzt schlüsselte das KBA sogar ganz genau auf, wie Opel die eigenen Fahrzeuge manipuliert hat. Die Beweise im Opel-Abgasskandal häufen sich.

Diese Opel-Fahrzeuge sind nur auf dem Prüfstand sauber

Der Opel-Abgasskandal betrifft die Diesel-Varianten der Modellreihen Zafira, Cascada und Insignia aus den Baujahren 2013 bis 2016 sowie die Modellreihen Astra, Corsa und Insignia aus den Baujahren 2014 bis 2018. Die Halter der manipulierten Fahrzeuge wurden wegen des Skandals von Opel in die Werkstatt gerufen, wo die vorhandene Manipulationssoftware mit einem Software-Update überschrieben werden soll. Ansonsten verlieren die Diesel-Fahrzeuge die Straßenzulassung.

Dass ein solches Update installiert werden muss, liegt an der fehlerhaften Funktionsweise der verwendeten Abgasreinigung. Opel hat nämlich ganz bewusst eine Software installiert, die lediglich in Situationen, die einem amtlichen Abgastest ähneln, für eine gesetzeskonforme Filterung von Schadstoffen sorgt. Dadurch stoßen die manipulierten Opel-Fahrzeuge im Normalbetrieb unerlaubt viel Stickoxid aus.

So erkannten Opel-Fahrzeuge amtliche Abgastests

Konkret erkennen die manipulierten Opel-Fahrzeuge anhand verschiedener Parameter wie der Umgebungstemperatur, dem Umgebungsluftdruck und bestimmter Drehzahlen, wenn sie sich auf dem Prüfstand befanden und schalten dann in einen umweltfreundlichen Modus. Daher erhielten die Autos auch die Typengenehmigung vom Kraftfahrt-Bundesamt, obwohl sie eigentlich nicht für den Straßenverkehr in der Europäischen Union geeignet waren.

Erst mehrere Jahre nach der Zulassung fiel den deutschen Behörden auf, dass auch Opel-Fahrzeuge vom Abgasskandal betroffen sind. Das hat dazu geführt, dass sich Hunderttausende Verbraucher Opel-Fahrzeuge gekauft haben, die eigentlich nie hätten zugelassen werden dürfen.

Diese Rechte haben die Halter von manipulierten Opel-Fahrzeugen

Die betroffenen Opel-Halter hätten sicherlich nicht dieselben Preise gezahlt, wenn der Abgasskandal zum Kaufzeitpunkt bekannt gewesen wäre. Darüber hinaus können die manipulierten Fahrzeuge mittelfristig Folgeschäden aufgrund durchgeführter Software-Updates erleiden. Unter anderem deshalb haben betroffene Verbraucher Anspruch auf Schadensersatz.

Die Halter von manipulierten Autos haben grundsätzlich die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge an den verantwortlichen Hersteller zurückzugeben. Im Gegenzug winkt eine finanzielle Entschädigung, die sich an dem ursprünglichen Kaufpreis orientiert. Alternativ ist es auch möglich, das jeweilige Fahrzeug zu behalten und eine Entschädigung in Höhe eines Teilbetrages des Kaufpreises durchzusetzen. Dadurch soll der Wertverlust, der durch den Abgasskandal entstanden ist, kompensiert werden.

Abgasskandal-Klagen sind in vielen Fällen ohne finanzielles Risiko möglich. Wer nicht rechtsschutzversichert ist, kann in der Regel auf die Dienste eines Prozesskostenfinanzierers zugreifen. Dieser übernimmt die vollen Verfahrenskosten und bezieht lediglich im Erfolgsfall einer Klage eine vorab definierte Provision. Die Kanzlei Goldenstein berät betroffene Fahrzeughalter kostenfrei bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

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