29.
Aug 2022

Deutsche Glücksspieler erhalten Hunderttausende Euro zurück

Es heißt, dass die Bank im Casino immer gewinnt. Doch was ist, wenn Online-Casinos ihren Kunden die vollständigen Verlustsummen im Nachhinein erstatten müssen? Tatsächlich passiert genau das aktuell mit illegalen Online-Casinos in Deutschland. Diese müssen teilweise Rückerstattungen in Höhe von mehr als Einhunderttausend Euro an einzelne Spieler auszahlen.

Online-Casinos waren jahrelang nur in Schleswig-Holstein erlaubt

In den meisten Teilen Deutschlands hätten Online-Casinos bis zuletzt eigentlich gar keine Gewinne einfahren dürfen. Das liegt daran, dass es bis zum 01. Juli 2022 nur in Schleswig-Holstein möglich war, sich eine Lizenz für das Betreiben von Online-Casinos oder virtuellen Automatenspielen zu sichern. Das norddeutsche Bundesland ging diesbezüglich 2012 einen Sonderweg und erhoffte sich hohe Steuereinnahmen davon, dass entsprechende Angebote nur in Schleswig-Holstein offeriert werden durften.

In der Realität warben viele Online-Casinos jedoch auch außerhalb von Schleswig-Holstein um neue Kunden und lockten deutsche Spieler nicht zuletzt mit hohen Bonuszahlungen an. Vor allem Anbieter aus EU-Ländern wie Malta oder Zypern erstellten extra neue Seiten für den deutschsprachigen Markt und argumentierten, dass sie hierzulande gemäß der EU-Dienstleistungsfreiheit auch mit einer ausländischen Lizenz legal seien.

Illegale Anbieter hätten in Deutschland nie Geld verdienen dürfen

Selbst der Europäische Gerichtshof entschied jedoch bereits, dass die nationalen Glücksspielgesetze höher zu gewichten sind als europäische Regelungen wie die EU-Dienstleistungsfreiheit. Schließlich ist Glücksspiel ein sehr sensibles Thema und die nationalen Regierungen haben ein Interesse daran, ihre Bürger vor Spielsucht und Überschuldung zu schützen.
Dementsprechend war es den Hunderten ausländischen Anbietern, die hierzulande Glücksspielseiten betreiben, eigentlich zu keinem Zeitpunkt erlaubt, Verträge mit deutschen Spielern abzuschließen. Selbst heute gibt es nur zehn Glücksspielseiten, die mit einer deutschen Konzession ausgestattet sind, obwohl es dank des neuen Glücksspielstaatsvertrages bereits seit dem 01. Juli 2021 möglich ist, eine solche Lizenz zu erhalten. Die Mehrzahl der Glücksspielanbieter in Deutschland ist also weiterhin illegal.

Online-Casino-Verluste: Erstattung ist bis zu zehn Jahre rückwirkend möglich

Deutsche Spieler, die in den vergangenen Jahren in einem illegalen Online-Casino gespielt haben, müssen sich deshalb jedoch keine Sorgen vor einer strafrechtlichen Verfolgung machen. Bislang ist kein solcher Fall bekannt. Stattdessen drohen nun vor allem den illegalen Anbietern Konsequenzen, denn betroffene Verbraucher haben – wie bereits eingangs beschrieben – Anspruch auf die vollständige Erstattung ihrer Verlustsumme.

Illegale Anbieter hätten eigentlich nie Geld von Spielern aus Deutschland annehmen dürfen. In der Folge haben bereits mehr als 60 deutsche Gerichte entsprechende Unternehmen zur Rückerstattung der eingenommenen Gelder verurteilt. Demnach ist es möglich, die vollständige Verlustsumme der letzten zehn Jahre zurückzufordern. Nicht selten erhalten Spielsüchtige deshalb sogar mehr als 100.000 Euro zurück, die sie eigentlich bereits abgeschrieben hatten.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung dank Prozesskostenfinanzierung

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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