13.
Jan 2021

Diese Autobauer haben ihre Fahrzeuge illegal manipuliert

Wer den Begriff Dieselskandal hört, denkt oft sofort an Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern geriet im Jahr 2015 in den Fokus der Öffentlichkeit, da die Abgasreinigung von mehreren Millionen VW-Fahrzeugen manipuliert wurde. Mittlerweile ist allerdings klar, dass auch zahlreiche weitere Autobauer ihre Kunden auf eine ähnliche Weise betrogen haben. 

 

Unter anderem wurden auch in Fahrzeugen der VW-Töchter Audi, Seat, Skoda und Porsche Abschalteinrichtungen verbaut, die zu einem unterschiedlichen Abgasausstoß zwischen Test- und Normalbetrieb führten. Die Entwickler von Audi haben zudem manipulierte 3 Liter-Motoren konzipiert, die in Oberklasse-PKW des Ingolstädter Autobauers sowie in VW- und Porsche-Fahrzeugen verbaut wurden.  

Es ist jedoch keine Ausnahme, dass auch leistungsstarke Autos vom Abgasskandal betroffen sind. Auch zahlreiche Mercedes-Benz und BMW-Fahrzeuge wurden nur zugelassen, weil ihre Abgaswerte auf dem Prüfstand manipuliert wurden. 

 

Der Dieselskandal ist kein deutsches Phänomen 

Der Abgasskandal ist jedoch definitiv nicht nur ein Problem deutscher Konzerne. Auch im Ausland haben die Motorenentwickler fleißig getüftelt, um die vorgeschriebenen Umweltrichtlinien mittels Täuschungen kostengünstig zu erfüllen – zumindest während der offiziellen Zulassungstests 

So sind auch Hersteller wie Mitsubishi, Volvo, Renault, Citroën und Subaru nicht unschuldig, wenn es um den Abgasskandal geht. Innerhalb des Fiat Chrysler-Konzerns wurden zudem sogar Wohnmobile illegal manipuliert. Allein in Deutschland sind Zehntausende dieser Sonderfahrzeuge vom Dieselskandal betroffen. Die Fahrgestelle und Motoren von Fiat werden von mehr als 50 Reisemobilherstellern verbaut – darunter namhafte Hersteller wie Hymer, Carthago oder Knaus.  

 

Verbraucheranwalt rät betroffenen Haltern zu rechtlicher Beratung 

“Wer ein illegal manipuliertes Fahrzeug besitzt, hat Anspruch auf Schadensersatz. Die Automobile haben durch den Skandal enorm an Wert verloren und sind stets von einem Stilllegungsrisiko betroffen”, erklärt Claus Goldenstein, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Goldenstein. Er ergänzt: 

“Wir von der Kanzlei Goldenstein haben im Mai 2020 ein Grundsatzurteil am Bundesgerichtshof erwirkt. Seitdem ist endgültig klar, dass die Besitzer von Dieselskandal-Autos Anspruch auf Schadensersatz haben. Das Urteil gilt zunächst nur für manipulierte VW-Fahrzeuge, lässt sich aber grundsätzlich auf sämtliche PKW übertragen, die ebenfalls vom Dieselskandal betroffen sind. 

In den kommenden Monaten müssen nationale Gerichte die Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung weiterer Hersteller gerichtlich festgestellt werden, damit auch die Halter dieser Fahrzeuge endlich Rechtssicherheit genießen. Zuletzt bestätigte selbst das oberste europäische Gericht – der Europäische Gerichtshof – die Illegalität von Abschalteinrichtungen, die die Abgasreinigung manipulieren. Betroffene Verbraucher erhalten diesbezüglich also juristische Rückendeckung von ganz oben. 

Wir raten betroffenen PKW-Besitzern dazu, sich unbedingt rechtlich beraten zu lassen und nicht lange zu zögern. Wer mit der Durchsetzung seiner Rechte wartet, riskiert einen niedrigeren Entschädigungsanspruch sowie den Eintritt der juristischen Verjährung. Gern stehen unsere Experten betroffenen Verbrauchern diesbezüglich für eine kostenfreie Rechtsberatung zur Verfügung.” 

 

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal    

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiter zu nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten.  

  

So setzen sich die Dieselskandal-Entschädigungen zusammen     

Die jeweilige Entschädigungssumme im Dieselskandal setzt sich aus dem ursprünglichen Kaufpreis des Fahrzeuges abzüglich einer Nutzungsentschädigung zusammen. Letztere ist abhängig von der individuellen Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges. Darüber hinaus erhalten die betroffenen Kläger ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen, die die Entschädigungssumme erhöhen. 

 

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