18.
Feb 2021

Diese Rechte haben die Halter von manipulierten Mercedes-Modellen

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die illegalen Manipulationen von Mercedes-Benz-Fahrzeugen zuletzt bestätigt und Details bezüglich der verwendeten Manipulationssoftware veröffentlicht. Da die Abgasreinigung der betroffenen Fahrzeuge nur während Zulassungstests korrekt funktionierte, hätten die Fahrzeuge eigentlich nie im normalen Straßenbetrieb genutzt werden dürfen. Die Mercedes-PKW sind wegen des Skandals von enormen Wertverlusten sowie Fahrverboten in einigen deutschen Städten betroffen. Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge haben jedoch Schadensersatzansprüche.

 

Rückabwicklung von manipulierten Mercedes-Fahrzeugen: Alle Infos

So ist es für Mercedes-Halter möglich, sich juristisch gegen den Abgasskandal zu wehren. Diesbezüglich ist die bevorzugte Variante vieler Halter ist die sogenannte Rückabwicklung. Dies beschreibt die Möglichkeit, das Fahrzeug an den Hersteller zurückzugeben und dafür eine Entschädigung in Höhe des ursprünglichen Kaufpreises zu erhalten. Lediglich die zurückgelegte Laufleistung müssen sich betroffene Halter in Form einer sogenannten Nutzungsentschädigung anrechnen lassen. Dafür stehen ihnen ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen zu.

Die Nutzungsentschädigung soll den Wertverfall des Fahrzeugs aufgrund der bislang zurückgelegten Laufleistung beziffern. Schließlich konnte das Fahrzeug trotz des Betruges genutzt werden. Die Höhe dieser Nutzungsentschädigung berechnet sich aus dem Anteil der bisher zurückgelegten Kilometer an der maximalen Laufleistung jedes Fahrzeuges. Letztere wird in der Regel mit etwa 250.000 bis 350.000 Kilometern beziffert. Hat ein Auto also 100.000 Kilometer zurückgelegt und eine Maximalleistung von 300.000 Kilometern, wird eine Nutzungsentschädigung von 33,3 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises von der Entschädigungssumme abgezogen.

 

 

Mercedes behalten und Schadensersatz durchsetzen

Alternativ besteht zudem die Möglichkeit, das manipulierte Fahrzeug zu behalten und dennoch Schadensersatzansprüche geltend zu machen. In diesem Fall lassen sich etwa 20 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises geltend machen. Diese Form der Entschädigung soll den Wertverlust wegen des Dieselskandals ausgleichen.

 

Verbraucheranwalt: Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

“Die Chancen auf eine erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen im Mercedes-Dieselskandal stehen so gut wie nie, denn Verbraucher profitieren von den Informationen, die das KBA zuletzt veröffentlichte. Wir von der Kanzlei Goldenstein raten Mercedes-Haltern dazu, sich unbedingt gegen diesen Betrug zu wehren und stehen für eine kostenfreie Erstberatung zum Thema zur Verfügung”, erklärt Claus, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Goldenstein. Er führt fort:

“Da ein juristischer Prozess gegen einen Großkonzern oft wie der Kampf zwischen David und Goliath wirkt, haben wir für unseren Mandanten die Möglichkeit der risikofreien Rechtsdurchsetzung geschaffen. So kooperieren wir mit Rechtsschutzversicherern und Prozesskostenfinanzierern, die die vollen Verfahrenskosten für unsere Mandanten – und somit das finanzielle Risiko einer Klage – übernehmen. Dadurch können wir Gerechtigkeit demokratisieren.”

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