24.
Jun 2022

Erste legale Online-Casinos starten in Deutschland

Knapp ein Jahr nach dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages in Deutschland haben mittlerweile mehrere Unternehmen eine bundesweit gültige Lizenz für das Anbieten von virtuellen Automatenspielen erhalten. Aktuell dürfen insgesamt drei Online-Casinos das Spielen an Slotmaschinen offerieren. Zuvor waren entsprechende Glücksspielanbieter in fast ganz Deutschland illegal. Weil einige Online-Casinos trotzdem auf dem deutschen Markt aktiv waren, können die dort verspielten Beträge nun mit juristischer Unterstützung erstattet werden.

Online-Casinos in Deutschland: Wann sind sie legal?

Online-Casinos und virtuelle Automatenspiele waren bis zuletzt nur in Schleswig-Holstein erlaubt. Dort erteilte die Landesregierung seit 2012 insgesamt neun Anbietern die Erlaubnis, entsprechende Angebote an Bewohner des Bundeslandes mit Nordsee-Zugang zu richten. Im Rest Deutschlands war Online-Glücksspiel in den vergangenen zehn Jahren dennoch verboten. Auch Glücksspielanbieter, die in Schleswig-Holstein zugelassen wurden, durften sich mit ihrem Angebot daher nicht an die Bewohner anderer Bundesländer wenden.

Selbst der neue Glücksspielstaatsvertrag, der im Juni 2021 in Kraft getreten ist, hat Online-Glücksspiel in Deutschland nicht vollständig legalisiert. Stattdessen hat die Bundesregierung gemeinsam mit allen Ländern strenge Vorschriften festgelegt, die für eine Lizensierung als bundesweit legaler Online-Glücksspielanbieter erfüllt werden müssen.

Insgesamt hat der Gesetzgeber mehr als 30 verschiedene Regeln geschaffen, die vor allem dem Spielerschutz dienen sollen. Im Mai 2022 konnte das erste Unternehmen nachweisen, dass es all die vorgeschriebenen Regeln einhalten kann und erhielt daher eine bundesweit gültige Glücksspiellizenz. Im Juni 2022 erhielten zwei weitere Anbieter eine entsprechende Konzession. Neuerdings gibt es also die ersten Online-Glücksspielanbieter, die bundesweit legal sind.

In Deutschland sind nur deutsche Glücksspiellizenzen gültig

Wer heute ein legales Online-Casino betreibt, hat sich in den letzten Jahren möglicherweise dennoch illegal verhalten. Vor allem Anbieter mit Glücksspiellizenzen aus kleineren EU-Ländern wie Malta oder Zypern haben in der Vergangenheit deutschsprachige Online-Casino-Websites betrieben, die Verbrauchern vorgaukelten, auch hierzulande legal zu sein.

Teils offensiv warben diese Anbieter damit, dass sie gemäß der EU-Dienstleistungsfreiheit auch in Deutschland legal seien. Allerdings haben zahlreiche Verwaltungsgerichte und sogar der Bundesgerichtshof (BGH) dieser Argumentation ganz klar widersprochen. Demnach ist der Verbraucherschutz, der durch strenge Glücksspielgesetzen gewährleistet werden soll, höher zu werten als die EU-Dienstleistungsfreiheit. Glücksspiel ist in Deutschland daher nur mit deutscher Lizenz erlaubt.

Online-Casino-Rückerstattung: Verbraucherfreundliche Rechtsprechung in Deutschland

Weil die meisten Online-Glücksspielanbieter in den vergangenen Jahren bewusst deutsche Spieler in die Irre geführt haben, können sich betroffene Verbraucher nun sämtliche Online-Casino-Verluste aus den vergangenen Jahren erstatten lassen. Mittlerweile haben sich schon rund 60 Amts-, Land- und Oberlandesgerichte dahingehend positioniert, dass die abgeschlossenen Verträge zwischen illegalen Online-Casinos und deutschen Spielern ungültig sind und eine Erstattung der Spielverluste die daraus resultierende Konsequenz ist.

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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