03.
Dez 2020

Fahrzeug- oder Motorenhersteller: Wer haftet für manipulierte Wohnmobile?

Fiat und Iveco haben Motoren illegal manipuliert, die massenhaft in Wohnmobilen verbaut wurden. Jedoch haben die beiden Hersteller die manipulierten Fahrzeuge in der Regel nicht selbst an Endkunden verkauft. Stattdessen setzten Reisemobilhersteller wie Hymer, Carthago oder Dethleffs nichtsahnend auf die manipulierten Motoren. Den Schaden erlitten letztlich die Wohnmobil-Käufer, denn die betroffenen Modelle werden nun massiv an Wert verlieren und möglicherweise auch von Rückrufaktionen betroffen sein. Doch wer haftet für diesen Schaden – der Wohnmobilbauer oder der Motorenhersteller? 

Verbraucheranwalt erklärt die Rechtslage im Wohnmobil-Dieselskandal 

Für den entstandenen Schaden im Wohnmobil-Dieselskandal sind die Motorenhersteller haftbar zu machen. Die Reisemobilhersteller haben die Motoren nämlich auch nur gekauft, ohne von den Manipulationen zu wissen, erklärt der Rechtsanwalt Claus Goldenstein, Inhaber der Kanzlei Goldenstein, die im Dieselskandal mehr als 24.600 Mandanten vertritt und unter anderem für das erste BGH-Urteil in der Sache verantwortlich ist. Er ergänzt:  

  

“Wer ein manipuliertes Wohnmobil besitzt, hat Anspruch auf Schadensersatz. So ist es möglich, das Fahrzeug zurückzugeben und eine Entschädigung in Höhe des ursprünglichen Kaufpreises zu erhalten. Alternativ besteht auch die Option, das Fahrzeug zu behalten und den Wertverlust in Form einer finanziellen Entschädigung geltend zu machen. Auf diese Weise lassen sich 20-25 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises durchsetzen. 

Wir von der Kanzlei Goldenstein raten Wohnmobilhaltern unbedingt dazu, sich zu bezüglich ihrer juristischen Möglichkeiten informieren und stehen für eine kostenfreie Rechtsberatung zur Verfügung. Die Durchsetzung von Schadensersatz ist auch gegen ausländische Hersteller wie Fiat in Deutschland möglich und für Verbraucher finanziell komplett risikofrei: Entweder übernimmt eine vorhandene Rechtsschutzversicherung die Verfahrenskosten oder ein Prozesskostenfinanzierer springt ein. Gern beraten wir Verbraucher bezüglich Ihrer Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung.”  

  

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal   

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiter zu nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten.  

  

So setzen sich die Dieselskandal-Entschädigungen zusammen    

Die jeweilige Entschädigungssumme im Dieselskandal setzt sich aus dem ursprünglichen Kaufpreis des Fahrzeuges abzüglich einer Nutzungsentschädigung zusammen. Letztere ist abhängig von der individuellen Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges. Darüber hinaus erhalten die betroffenen Kläger ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen, die die Entschädigungssumme erhöhen. 

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