19.
Aug 2022

Illegalen Glücksspielanbietern in Deutschland drohen Netzsperren

Jahrelang ging der deutsche Staat nicht wirklich gegen illegale Online-Casinos vor. Dadurch nahmen zahlreiche Verbraucher unwissentlich an illegalem Glücksspiel im Netz teil. Nun könnte es entsprechende Anbieter jedoch kalt erwischen, denn die neugeschaffene Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) plant Netzsperren von unerlaubten Online-Casinos. Viele Gerichte verurteilen die verantwortlichen Unternehmen zudem zur Rückerstattung der Verluste von betroffenen Glücksspielern.

GGL prüft zugelassene Glücksspielanbieter und geht gegen illegale Angebote vor

Am 01. Juli 2021 trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Seitdem ist es Glücksspielunternehmen erstmals möglich, eine bundesweit gültige Lizenz für das Betreiben von Online-Casinos, virtuellen Automatenspielen und Online-Pokerseiten in Deutschland zu erhalten. Seit Mitte 2022 haben bereits sechs Unternehmen eine solche Lizenz erhalten. Damit diese sich auch an die strengen Vorschriften halten, wurde die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder gegründet, die lizensierte Glücksspielunternehmen überwacht.

Die GGL geht allerdings auch gegen illegale Glücksspielanbieter vor und davon gibt es mehr als genug in Deutschland. Die Behörde schätzt, dass sie künftig mehr als 100 Verfahren pro Jahr gegen unzulässige Glücksspielseiten einleiten wird. Im Kampf gegen die illegalen Angebote kann die GGL Geldstrafen verhängen und sogar Netzsperren veranlassen. Letzteres führt dazu, dass entsprechende Seiten nicht länger mit deutschen IP-Adressen besucht werden können.

Ausländische Glücksspielanbieter verdienten Milliarden mit deutschen Spielern

Dass es die GGL zukünftig mit mehr unlizenzierten als lizensierten Anbietern zu tun haben wird, liegt vor allem daran, dass hierzulande viele Anbieter aus dem Ausland die existierende Online-Glücksspiel-Marktlücke ausnutzten. In Deutschland war es Unternehmen zwischen 2012 und 2021 nämlich nur möglich, eine Lizenz für Online-Glücksspiel in Schleswig-Holstein zu erhalten. In allen anderen Bundesländern waren Online-Casinos und virtuelle Slotspiele hingegen vollständig verboten.

Dass auch Verbraucher außerhalb Schleswig-Holsteins Geld im Internet verspielt haben, liegt nicht zuletzt an Anbietern aus EU-Ländern mit liberalen Glücksspielgesetzen wie Malta oder Zypern. Entsprechende Unternehmen warben mit ihren deutschsprachigen Seiten auch hierzulande um Kunden und verdienten Milliardensummen mit diesen. Dabei waren diese Glücksspielunternehmen trotz ihrer Lizenzen aus anderen EU-Ländern zu keinem Zeitpunkt in Deutschland legal. Das haben mehrere Verwaltungsgerichte in Deutschland bereits klargestellt.

Illegales Online-Glücksspiel: Rückerstattung der Verluste ist möglich

Betroffene Glücksspieler wussten meist gar nicht, dass sie an illegalem Glücksspiel teilnahmen. Die ausländischen Anbieter suggerierten nämlich ihre Zulässigkeit und nur wenige Verbraucher in Deutschland wussten von dem fast vollständigen Online-Glücksspielverbot. Dies hat nun jedoch zur Folge, dass sich viele betroffene Spieler ihre bereits verloren geglaubten Spielverluste zurückerstatten lassen können. Schließlich waren die Verträge mit illegalen Online-Casinos nie wirklich gültig.

Tatsächlich urteilten bereits mehr als 60 Gerichte in Deutschland im Rahmen von Klagegen gegen Online-Glücksspielunternehmen zugunsten der betroffenen Verbraucher und sprachen diesen die vollständige Erstattung ihrer Verlustsummen zu. Dabei spielte die Höhe der Verluste nie eine Rolle. Einige Casinos wurden sogar zur Rückerstattung von Spielverlusten in Millionenhöhe verurteilt.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung dank Prozesskostenfinanzierung

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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