10.
Jun 2022

Wie viele legale Online-Casinos gibt es in Deutschland?

Am 01. Juli 2021 trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland in Kraft. Dadurch ist es Online-Casinos erstmals möglich, in ganz Deutschland Poker, Casino- und virtuelle Automatenspiele legal anzubieten. Doch sind nun alle Online-Casinos hierzulande legal? Wie viele Glücksspielanbieter konnten sich bislang eine deutsche Konzession sichern?

Bislang nur wenige legale Anbieter in Deutschland

Fakt ist, dass bislang nur neun Unternehmen die Genehmigung erhalten hat, um virtuelle Automatenspiele – sogenannte Online Slots – in ganz Deutschland legal anzubieten. Auffällig ist hierbei, dass nur zwei dieser Anbieter ihren Sitz in Deutschland haben. Sechs der legalen Online-Casino-Betreiber kommen aus Malta. Ein Anbieter, der auf der deutschen Glücksspiel-White-List auftaucht, die das Bundesland Sachsen-Anhalt in regelmäßigen Abständen aktualisiert, hat seinen Sitz in Österreich.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass alle anderen Online-Casinos, die in Deutschland auftreten, illegal sind. Mehrere Verwaltungsgerichte und sogar der Bundesgerichtshof (BGH) haben nämlich bereits bestätigt, dass Online-Casinos eine deutsche Lizenz benötigen, um hierzulande aktiv zu sein. Eine Glücksspielkonzession aus einem anderen europäischen Land wie Malta, Zypern oder Gibraltar reicht hingegen nicht aus.

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Online-Glücksspiel war jahrelang nur in Schleswig-Holstein legal

Im Zuge der Verabschiedung des neuen Glücksspielstaatsvertrages im Oktober 2020 haben sich die deutschen Bundesländer darauf verständigt, Online-Casinos, die sich an die strengen Vorschriften des neuen Glücksspielstaatsvertrages halten, nicht strafrechtlich zu verfolgen. Doch eine solche Tolerierung bedeutet nicht, dass diese Casinos mittlerweile legal sind oder jemals legal waren. Viele Anbieter haben in Deutschland nämlich bewusst über Jahre illegales Glücksspiel im Netz angeboten.

In Deutschland war es Online-Casinos zwischen 2012 und 2021 ausschließlich in Schleswig-Holstein möglich, eine Glücksspiellizenz zu erhalten. Die neun Anbieter, die sich eine solche Lizenz sichern konnten, hatten demnach die einzigartige Möglichkeit, den Bewohnern Schleswig-Holsteins ein Glücksspiel-Angebot im Netz zu machen. Wer in den vergangenen Jahren außerhalb Schleswig-Holsteins in einem Online-Casino um Echtgeld gespielt hat, hat allerdings de facto an illegalem Glücksspiel teilgenommen.

Illegales Online-Glücksspiel: Spielverluste können zurückgeholt werden

Dass die meisten Online-Casinos in Deutschland illegal sind, ist für viele betroffene Spieler ein Schock. Doch diese Information ist in Wahrheit eine sehr gute Nachricht, denn die strengen deutschen Glücksspielgesetze wurden vordergründig zum Spielerschutz geschaffen. Insofern ist bislang noch kein Fall eines Glücksspielers, der wegen illegalem Online-Glücksspiel strafrechtlich verfolgt wurde, bekannt.

Gegen mehrere illegale Online-Casinos wurden hingegen bereits Strafanzeigen gestellt. Den entsprechenden Anbietern wird nicht nur vorgeworfen, hierzulande illegales Glücksspiel angeboten, sondern auch betroffene Spieler in die Irre geführt zu haben. Mit ihren deutschen Websites und Lizenzen aus dem EU-Ausland gaben die jeweiligen Glücksspielanbieter nämlich vor, auch in Deutschland legal zu sein. Dadurch haben viele deutsche Spieler in den betroffenen Casinos Geld verloren.

Da die Casinos allerdings nie eine deutsche Glücksspiellizenz besaßen, sind sämtliche Verträge zwischen Online-Casinos und Spielern nichtig. In der Folge haben die betroffenen Spieler Anspruch auf die vollständige Rückerstattung ihrer Spielverluste. Rund 60 deutsche Gerichte auf mehreren Ebenen haben sich in der Sache bereits verbraucherfreundlich positioniert und Klägern eine Erstattung sämtlicher Verluste zugesprochen: Egal ob es sich um Spielverluste in Höhe von 2.000 oder 200.000 Euro handelte: Die Urteile fielen fast alle zugunsten der Spieler aus.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf die Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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