05.
Okt 2022

Österreichische Online-Spieler haben Anspruch auf Erstattung von Casino-Verlusten

Das oberste Zivilgericht Österreichs hat entschieden: Wer in den vergangenen Jahren in einem illegalen Online-Casino um Echtgeld gespielt hat, hat Anspruch auf die vollständige Erstattung sämtlicher Spielverluste. Diese Grundsatzentscheidung hilft extrem vielen österreichischen Konsumenten, denn tatsächlich gibt es in Österreich nur einen legalen Online-Glücksspielanbieter und das ist der Staat.

Glücksspielmonopol in Österreich: Ausländische Anbieter müssen Spielverluste erstatten

Die strengen österreichischen Glücksspielgesetze haben dazu geführt, dass lediglich die staatliche Online-Plattform win2day Glücksspiel im Netz anbieten darf. Dort können Österreicher unter anderem auf Sportergebnisse wetten, Lotto spielen oder in Online-Casinos und an virtuellen Automaten um Echtgeld zocken.

Vor allem Anbieter aus EU-Ländern wie Malta und Zypern stellten diesen Monopol-Status jedoch in den vergangenen Jahren in Frage und warben mit deutschsprachigen Seiten intensiv um Österreicher. Sie argumentierten, mit ihren Glücksspiellizenzen aus dem EU-Ausland gemäß der EU-Dienstleistungsfreiheit auch in Österreich legal zu sein. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied jedoch, dass die strengen Glücksspielgesetze in Österreich mit EU-Recht vereinbar sind.

Folglich waren die Verträge zwischen Österreichern und den illegalen Glücksspielunternehmen nie wirklich gültig. Daraus ergibt sich auch der Rückforderungsanspruch von betroffenen Spielern. Mittlerweile hat der Oberste Gerichtshof (OGH) österreichischen Verbrauchern bereits mehrfach eine Erstattung ihrer vollständigen Verlustsummen zugesprochen. Teilweise ging es dabei sogar um Beträge in Millionenhöhe.

Online-Casino-Erstattungen: Das ist die Rechtslage in Deutschland

Während es in Österreich bereits im Jahr 2017 die ersten zivilrechtlichen Urteile in der Sache gab und betroffene Verbraucher mittlerweile dank der OGH-Grundsatzurteile Rechtssicherheit genießen, ist die zivilrechtliche Aufarbeitung der Thematik in Deutschland noch nicht ganz so fortgeschritten. Doch auch in Deutschland gibt es bereits zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile.

Bis zur Liberalisierung des Online-Glücksspielmarktes im Sommer 2021 gab es in Deutschland ebenfalls extrem strenge Glücksspielgesetze. Dies hat dazu geführt, dass es bis zur Erteilung der ersten bundesweit gültigen Online-Glücksspiellizenz im Jahr 2022 keinen einzigen legalen Anbieter von Online-Casinos und virtuellen Automatenspielen im gesamten Bundesgebiet gab. Lediglich in Schleswig-Holstein existierte seit 2012 eine Ausnahmeregelung, durch die neun Unternehmen Online-Casinos für die Bewohner des nördlichsten Bundeslandes der Nation betrieben durften.

Wer zwischen 2012 und 2022 außerhalb von Schleswig-Holstein in einem Online-Casino um Echtgeld gespielt hat, hat demnach mit Sicherheit an illegalem Glücksspiel teilgenommen und folglich sehr gute Aussichten auf eine Erstattung der eigenen Spielverluste. Mehr als 60 deutsche Gerichte haben entsprechende Ansprüche bereits bestätigt und auch ein Grundsatzurteil durch den Bundesgerichtshof (BGH) wird wohl früher oder später folgen.

Risikofreie Rechtsberatung und -durchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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