13.
Okt 2022

Online-Sportwetten in Deutschland: Viele Websites sind verboten

Egal ob Tennis, Boxen, Fußball oder Pferderennen: Sportwetten sind in Deutschland beliebt. Mehr als neun Milliarden Euro nehmen Wettanbieter hierzulande jedes Jahr ein. Vor allem Online-Sportwetten haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Allerdings tummeln sich im Netz auch viele schwarze Schafe. Ein Großteil der Online-Wettanbieter ist in Deutschland nämlich illegal.

Viel illegales Online-Glücksspiel in Deutschland

Um in Deutschland eine Online-Wettplattform betreiben zu dürfen, müssen sich Glücksspielunternehmen zunächst um eine deutsche Konzession bemühen. Insgesamt haben fast 30 Sport- und Pferdewettanbieter eine solche Glücksspiellizenz erhalten. Doch in Deutschland gibt es weitaus mehr Unternehmen, die in diesem Markt aktiv sind.

Viele Online-Wettanbieter haben in den vergangenen Jahren verstärkt um deutsche Spieler geworben, obwohl sie keine Glücksspiellizenz in Deutschland besaßen. Da die deutschen Behörden bislang fast gar nicht gegen diese illegalen Praktiken vorgingen, gab es für entsprechende Unternehmen hierzulande lange Zeit kaum Gegenwind. Erst geht die neugeschaffene Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gegen entsprechende Glücksspielanbieter vor. Die GGL kann im Rahmen solcher Verfahren Geldstrafen und sogar Netzsperren verhängen.

Teilweise wird die GGL wohl auch gegen erlaubte Wettanbieter vorgehen. Das liegt daran, dass diese auf ihren Websites oftmals nicht nur die zugelassenen Sportwetten, sondern auch weitere Glücksspiele wie zum Beispiel virtuelle Automatenspiele offerierten. Solche Spiele waren in den vergangenen Jahren allerdings in fast ganz Deutschland vollständig verboten. Lediglich in Schleswig-Holstein gab es diesbezüglich seit 2012 eine Ausnahmeregelung.

Illegales Online-Glücksspiel: Deutsche Verbraucher haben Anspruch auf Rückerstattungen

Illegale Online-Sportwetten- und Online-Casino-Anbieter müssen allerdings nicht nur mit einer behördlichen Verfolgung rechnen, sondern auch mit der Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen durch Zehntausende deutsche Spieler. Viele Verbraucher haben nämlich in den vergangenen Jahren auf illegalen Glücksspielseiten Geld verloren, ohne von der Unzulässigkeit dieser Anbieter zu wissen. Daher haben diese Anspruch auf die vollständige Rückerstattung ihrer Spielverluste.

Bereits mehr als 60 Gerichte haben entsprechende Ansprüche von deutschen Spielern bereits bestätigt. Insgesamt gibt es sogar schon Hunderte Urteile zugunsten von betroffenen Verbrauchern, die allesamt ihre vollständigen Spielverluste zurückerhalten haben. Die Höhe der jeweiligen Verluste spielte dabei nie eine Rolle. Demnach ist es grundsätzlich sogar möglich, verspielte Millionenbeträge zurückzufordern.

Der Rückforderungsanspruch ergibt sich daraus, dass die Verträge zwischen illegalen Glücksspielanbietern und deutschen Verbrauchern nie wirklich gültig waren. Deshalb hätten deutsche Spieler auch nie Geld auf solchen Seiten einzahlen bzw. diese im Normalfall nicht einmal besuchen dürfen. Wer in Deutschland Glücksspiel anbietet, muss dafür eine deutsche Lizenz besitzen. Auch das haben mehrere Gerichte – selbst der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe – bereits bekanntgegeben.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalem Online-Glücksspiel einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Glücksspielanbieter sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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