22.
Dez 2020

So gut stehen die Chancen auf Schadensersatz im Abgasskandal

Mittlerweile ist es mehr als fünf Jahre her, dass der Abgasskandal publik wurde. In der Folge des Skandals wurden Fahrverbotszonen in einigen deutschen Städten eingerichtet, es kam zu zahlreichen PKW-Rückrufaktionen und die Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen ist weltweit massiv eingebrochen. Während Hersteller wie Fiat, Daimler und VW in den USA Milliardensummen aufbrachten, um betroffene Kunden zu entschädigen, stehen zahlreiche betroffene Halter aus Deutschland noch immer ohne Schadensersatz da. Dies könnte sich nun jedoch schnell ändern. 

BGH und EuGH stärken Verbraucherrechte im Abgasskandal 

Im Mai 2020 sorgte die Kanzlei Goldenstein nämlich für Rechtssicherheit im Dieselskandal: Die verantwortlichen Rechtsanwälte erwirkten zu diesem Zeitpunkt das erste Dieselskandal-Urteil vor dem höchsten deutschen Gericht – dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Seit diesem Grundsatzurteil ist klar, dass die Halter von manipulierten Fahrzeugen hohe Schadensersatzansprüche haben und diese auch durchsetzen können. 

Während sich dieses Urteil zunächst nur auf Fahrzeuge aus dem VW-Konzern bezieht, müssen die Gerichte die Manipulationen bei Fiat, Daimler und anderen Herstellern individuell auf ihre Zulässigkeit bewerten. Diesbezüglich gab es nun jedoch einen juristischen Durchbruch, der europaweit relevant ist. So bewertete der Europäische Gerichtshof (EuGH) zuletzt sämtliche Abschalteinrichtungen in Fahrzeugen als illegal, wenn sich die Abgasreinigung dadurch zwischen dem Test- und Normalbetrieb unterscheidet. Tatsächlich wurden solche Einrichtungen von nahezu sämtlichen Autoherstellern verbaut. 

 

Verbraucheranwalt sieht beste Chancen auf Schadensersatz 

“Die juristische Aufarbeitung des Abgasskandals wird dank dieses Urteils auch in Europa endlich schnell voranschreiten”, erklärt Claus Goldenstein, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Goldenstein. Er ergänzt: 

“Es ist nun nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Halter von manipulierten Mercedes-Benz-, BMW- oder Volvo-Fahrzeugen Rechtssicherheit im Dieselskandal genießen. Die Chancen auf eine erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatz stehen nun so gut wie nie zuvor. 

Die Automobilindustrie versucht natürlich weiterhin, den Skandal kleinzureden und spielt dabei auf Zeit: Je länger Verbraucher die Durchsetzung ihrer Rechte hinauszögern, umso geringere Entschädigungen müssen die verantwortlichen Hersteller auch zahlen. Die Schadensersatzansprüche von betroffenen Haltern sinken nämlich mit jedem gefahrenen Kilometer. Zudem droht in manchen Fällen sogar eine Verjährung der Rechte. 

Wir von der Kanzlei Goldenstein raten betroffenen PKW-Haltern daher dazu, sich umgehend rechtlich beraten zu lassen. Die Rechtsdurchsetzung im Dieselskandal ist dank Rechtsschutzversicherern und Prozesskostenfinanzierern komplett risikofrei. Wer kein finanzielles Risiko eingehen möchte, muss dies auch nicht tun. Jetzt ist die Zeit gekommen, um sich erfolgreich gegen diesen Betrug zu wehren. Gern beraten wir Verbraucher kostenfrei bezüglich ihrer juristischen möglichkeiten im Abgasskandal.” 

 

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal   

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiter zu nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten.  

  

So setzen sich die Dieselskandal-Entschädigungen zusammen    

Die jeweilige Entschädigungssumme im Dieselskandal setzt sich aus dem ursprünglichen Kaufpreis des Fahrzeuges abzüglich einer Nutzungsentschädigung zusammen. Letztere ist abhängig von der individuellen Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges. Darüber hinaus erhalten die betroffenen Kläger ab dem Tag der Klage-Einreichung Verzugszinsen, die die Entschädigungssumme erhöhen. 

 

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