31.
Aug 2022

Glücksspielbehörde erwartet jährlich über 100 Verfahren gegen illegale Online-Casinos

Seit Jahren werben illegale Online-Glücksspielanbieter aggressiv um deutsche Spieler – mit Erfolg. Während Online-Casinos und virtuelle Automatenspiele in den letzten zehn Jahren eigentlich nur von neun Unternehmen in Schleswig-Holstein offeriert werden durften, veröffentlichten vor allem ausländische Anbieter deutschsprachige Casino-Seiten, mit denen sich diese an Bürger im gesamten Bundesgebiet richteten. Nun will die neue deutsche Glücksspielbehörde jedoch gegen solche Anbieter vorgehen.

Neue Glücksspielbehörde kann Geldstrafen und Netzsperren verhängen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) wurde im Rahmen des neuen Glücksspielstaatsvertrages, der am 01. Juli 2021 in Kraft trat, geschaffen. Im Juli 2022 nahm die Behörde mit Sitz in Halle an der Saale dann auch ihre Arbeit auf. Ab sofort wird die GGL prüfen, ob sich legale Online-Glücksspielanbieter an die vorgeschriebenen Regeln halten. Zudem geht die Behörde gegen illegale Anbieter im Netz vor.

Im Kampf gegen illegales Glücksspiel kündigte die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder bereits an, künftig mehr als 100 Verfahren pro Jahr zu führen. Diesbezüglich hat die GGL die Möglichkeit, hohe Geldstrafen zu verhängen und sogar Netzsperren von illegalen Websites zu veranlassen. Letztere führen dazu, dass entsprechende Seiten nur noch über Umwege von deutschen Internetnutzern besucht werden können.

Illegales Online-Glücksspiel: Deutsche Spieler können Erstattung von Spielverlusten durchsetzen

Dass die GGL künftig gegen eine dreistellige Anzahl an Glücksspielanbietern vorgehen will, ist keine Überraschung. Viele Online-Casinos aus Ländern mit liberalen Glücksspielgesetzen wie Malta oder Zypern warben in den vergangenen Jahren teils aggressiv um deutsche Nutzer und verdienten hierzulande Milliardensummen, obwohl sie eigentlich kein Geld von deutschen Spielern hätten annehmen dürfen. Die Quittung hierfür erhalten entsprechende Unternehmen nun jedoch auch schon ohne Eingreifen der GGL.

Tausende Spieler gehen nämlich juristisch gegen unzulässige Online-Casinos vor. Weil letztere nie eine deutsche Lizenz besaßen, waren die Verträge zwischen den Glücksspielanbietern und deutschen Spielern eigentlich nie wirklich gültig. Daher haben betroffene Verbraucher Anspruch auf eine Erstattung ihrer vollständigen Spielverluste.

Zahlreiche Urteile zugunsten von deutschen Glücksspielern

Im Online-Casino Geld verspielen und dieses später zurückbekommen? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch tatsächlich haben mittlerweile schon mehr als 60 deutsche Gerichte entsprechende Anbieter zu einer Rückerstattung der Spielverluste von deutschen Verbrauchern verurteilt. In Österreich, wo die Rechtslage ähnlich wie in Deutschland ist, gibt es sogar schon Grundsatzurteile von dem Obersten Gerichtshof (OGH).

In Deutschland kann es wohl ebenfalls nicht mehr lange dauern, bis sich auch der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Sache auseinandersetzt. In der Vergangenheit verkündeten Deutschlands oberste Zivilrichter bereits, dass es eine deutsche Glücksspiellizenz braucht, um hierzulande Glücksspiel anzubieten. Insofern ist davon auszugehen, dass auch der BGH bald dem ersten deutschen Spieler eine Erstattung zusprechen und somit für Rechtssicherheit sorgen wird.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung dank Prozesskostenfinanzierung

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Casinos einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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