19.
Okt 2022

Virtuelle Automatenspiele: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Obwohl der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland im vergangenen Jahr liberalisiert wurde, gibt es hierzulande noch immer strenge Regeln, die lizensierte Anbieter befolgen müssen. Vor allem virtuelle Automatenspiele dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen angeboten werden. Doch nicht alle Glücksspielwebsites halten sich an die geltenden Vorschriften.

Diese Glücksspielgesetze gelten in Deutschland

Tatsächlich war es bis zum 01. Juli 2021 in fast ganz Deutschland überhaupt nicht möglich, virtuelle Automatenspiele legal zu betrieben. Erst mit dem damals in Kraft getretenen neuen Glücksspielvertrag ergab sich die Option, auch in Deutschland eine bundesweite Lizenz dafür zu erhalten. Zuvor gab es diesbezüglich lediglich in Schleswig-Holstein eine Ausnahmeregelung.

Seitdem sind jedoch auch nicht alle Formen von Slotspiele, die online angeboten werden, legal. Stattdessen müssen sich Glücksspielanbieter zunächst eine Lizenz dafür sichern und bislang können lediglich elf Unternehmen eine solche Konzession vorweisen. Um diese Lizenz auch behalten zu dürfen, müssen sich diese Glücksspielanbieter zudem an strenge Voraussetzungen halten.

Unter anderem dürfen virtuelle Automaten nicht automatisch laufen. Auch das Spielen an mehreren Automaten zur gleichen Zeit ist im Netz verboten. Darüber hinaus schreibt der Gesetzgeber vor, dass zwischen zwei sogenannten Spins mindestens fünf Spins vergehen müssen. Der Höchsteinsatz pro Spin wurde zudem auf einen Euro begrenzt. Zudem gilt ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit in Höhe von 1000 Euro pro Person und Monat.

Viele Illegale Online-Glücksspielanbieter sind in Deutschland aktiv

Weiterhin gibt es in Deutschland allerdings zahlreiche Websites, deren Betreiber nicht nur keine Glücksspiellizenz besitzen, sondern sich auch nicht an die hierzulande geltenden Rechte halten. Betroffene Spieler können solche Seiten erkennen, weil diese die zuvor aufgelisteten Einschränkungen nicht beachten. Zudem ist auf entsprechenden Websites im Normalfall auch kein Hinweis auf eine deutsche Genehmigung zu finden.

Zwar argumentierten vor allem Anbieter aus EU-Ländern mit liberalen Glücksspielgesetzen wie Malta oder Zypern in der Vergangenheit, dass diese gemäß der EU-Dienstleistungsfreiheit mit ihren ausländischen Lizenzen auch in Deutschland aktiv sein dürften. Doch mehrere Verwaltungsgerichte und sogar der Bundesgerichtshof (BGH) haben bereits bekanntgegeben, dass dies schlichtweg falsch ist.

Online-Spielverluste können zurückgefordert werden

Deutsche Spieler, die an illegalem Online-Glücksspiel teilgenommen haben, können aufgrund der Unzulässigkeit dieser Anbieter sämtliche Spielverluste juristisch zurückfordern. Mehrere deutsche Gerichte haben entsprechende Ansprüche bereits bestätigt. Die verantwortlichen Richter argumentierten in der Regel, dass die Verträge zwischen illegalen Anbietern und Verbrauchern in Deutschland nie wirklich gültig waren. Folglich hätten deutsche Spieler auf entsprechenden Seiten auch nie Geld einzahlen dürfen.

Mittlerweile können sich betroffene Spieler bereits auf Hunderte verbraucherfreundliche Urteile stützen, während es kaum positive Entscheidungen zugunsten der jeweiligen Anbieter gibt. In Österreich, wo die Rechtslage ähnlich wie in Deutschland ist, hat selbst der Oberste Gerichtshof (OGH) schon Grundsatzurteile in der Sache verkündet und Glücksspielanbieter zu Rückerstattungen verurteilt.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalem Online-Glücksspiel einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Online-Casino-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Casinos sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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