08.
Sep 2022

Zweitlotterien sind in Deutschland nicht erlaubt

Lotto ist das beliebteste Glücksspiel der Deutschen. Seit einiger Zeit genießen Lottospieler nun auch das Privileg, dass sie nicht länger zu ihrer lokalen Lotto-Annahmestelle laufen müssen, um an der Auslosung teilnehmen. Mittlerweile können die eigenen Glückszahlen nämlich ortsunabhängig im Internet abgegeben. Allerdings sind nicht alle Online-Lottoangebote legal.

Glücksspielbehörde geht gegen mehrere Zweitlotterien vor

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die zugelassene Glücksspielanbieter in Deutschland überprüft und gegen illegale Angebote im Netz vorgeht, hat vor wenigen Wochen Verfahren gegen mehrere sogenannte Zweitlotterien eingeleitet. Konkret hält die GGL das Angebot von Lottohelden und Lottoland für illegal.

Bei Zweitlotterien wie Lottohelden oder Lottoland nehmen Verbraucher nicht direkt an Lottospielen teil. Stattdessen wetten diese auf entsprechenden Plattformen im Prinzip gegen den jeweiligen Website-Betreiber, dass ihre Zahlen von der offiziellen Lottostelle gezogen werden.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Kunden von Zweitlotterien im Falle eines Gewinns nicht direkt Geld aus dem Gewinntopf der jeweiligen Lotterie erhalten, sondern von dem jeweiligen Websitebetreiber ausgezahlt werden müssen. Ob das bei großen Jackpots überhaupt möglich ist, ist jedoch fraglich.

Kein Anspruch auf Gewinnauszahlung: Zweitlotterien sind in Deutschland illegal

Tatsächlich müssen entsprechende Anbieter in Deutschland strenggenommen sogar gar keine Gewinne auszahlen. Bislang gibt es nämlich keine Zweitlotterie, die hierzulande legal ist. Daher haben betroffene Lottospieler rechtlich betrachtet gar keinen Anspruch auf die Auszahlung ihrer Gewinne von solchen Anbietern.

Obwohl deutschsprachige Seiten wie Lottohelden oder Lottoland suggerieren, dass sie von deutschen Unternehmen betrieben werden, ist dies nicht der Fall. Die Unternehmen hinter diesen Seiten sind in Ländern mit liberalen Glücksspiel- und Steuergesetzen wie Malta registriert. Weil entsprechende Unternehmen in Malta teilweise auch Glücksspiellizenzen besitzen, argumentieren diese, dass sie gemäß der EU-Dienstleistungsfreiheit auch hierzulande legal sind. Dass dies nicht der Fall ist, haben jedoch schon mehrere Verwaltungsgerichte und sogar der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigt.

Illegales Glücksspiel: Betroffene Spieler können sich Verlustsummen erstatten lassen

Nicht nur Zweitlotterien, sondern auch Online-Casinos, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker waren in den vergangenen Jahren in fast ganz Deutschland komplett verboten. Betroffene Spieler haben dementsprechend keinen Anspruch auf eine Gewinnauszahlung entsprechender Anbieter. Doch wer zwischen 2012 und 2022 in Zweitlotterien oder Online-Casinos um Echtgeld gespielt und dieses verloren hat, hat im Umkehrschluss auch Anspruch auf eine vollständige Erstattung der eigenen Verluste.

Über 60 deutsche Gerichte haben betroffenen Glücksspielern bereits eine Erstattung ihrer Spielverluste zugesprochen. Schließlich hätten die illegalen Glücksspielanbieter gar keine Verträge mit deutschen Spielern abschließen und auch kein Geld von diesen annehmen dürfen. Folglich ist es möglich, die eigenen Verluste erfolgreich zurückzufordern. Hierbei spielt es keine Rolle, ob nur kleinere Summen oder sogar Hunderttausende Euro verloren wurden.

Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Auch Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalen Online-Glücksspielangeboten einzuklagen. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Glücksspielanbieter sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

Prüfen Sie jetzt Ihren Anspruch:
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