07.
Dez 2023

Ist Online-Glücksspiel in Sachsen-Anhalt erlaubt?

Im Zuge des Inkrafttretens des neuen Glücksspielstaatsvertrages wurde die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geschaffen. Die Behörde ist für die Vergabe von Online-Glücksspiellizenzen zuständig und überwacht zudem den deutschen Online-Glücksspielmarkt. Sitz der GGL ist Halle in Sachsen-Anhalt. Doch ist Online-Glücksspiel in Sachsen-Anhalt überhaupt legal?

Der neue Glücksspielstaatsvertrag liberalisierte Online-Glücksspiel bundesweit

Als der neue Glücksspielstaatsvertrag im Juli 2021 in Kraft trat, wurde Online-Glücksspiel zum ersten Mal bundesweit – und somit auch in Sachsen-Anhalt – legalisiert. Zuvor gab es knapp zehn Jahre lang lediglich in Schleswig-Holstein eine Ausnahmegenehmigung. Dort lizensierte Anbieter durften sich allerdings auch nur an Bewohner des nördlichsten Bundeslandes richten.

Noch immer ist allerdings nicht jeder Online-Glücksspielanbieter in Sachsen-Anhalt legal. Stattdessen dürfen nur solche Unternehmen Glücksspiel anbieten, die sich zuvor eine deutsche Glücksspiellizenz gesichert haben. Nicht einmal Unternehmen mit Glücksspiellizenzen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten dürfen hierzulande aktiv werden, sofern sie nicht auch über eine deutsche Glücksspiellizenz verfügen.

In Deutschland sind Hunderte illegale Glücksspielanbieter aktiv

Trotz dieser eindeutigen Regelung gibt es auch in Deutschland noch immer unzulässige Online-Glücksspielanbieter. Die GGL bezifferte die Anzahl illegaler Glücksspiel-Websites in Deutschland zuletzt auf etwa 800-900. Jährlich sollen diese Unternehmen hierzulande mehrere Hundert Millionen Euro erwirtschaften.

Deutsche Glücksspieler sollten allerdings keinesfalls auf einer solchen Seite Geld einzahlen. Das liegt nicht nur daran, dass dort viel schneller Geld verspielt werden kann als auf legalen Seiten, sondern auch an der fehlenden Auszahlungsgarantie von erzielten Gewinnen. Tatsächlich haben illegale Glücksspielanbieter sogar schon erfolgreich die Auszahlung von Gewinnen verhindert, indem sie sich darauf beriefen, dass ihre Verträge mit deutschen Kunden aufgrund der Unzulässigkeit ihres Angebots in Deutschland gar nicht gültig sind.

Illegales Online-Glücksspiel: Gerichte in Sachsen-Anhalt sprechen Spielern Rückerstattungen zu

Wer viel auf einer illegalen Glücksspiel-Website verloren hat, kann allerdings auch von der Ungültigkeit der bestehenden Verträge profitieren. Deshalb ist es nämlich möglich, juristisch sämtliche Spielverluste der vergangenen zehn Jahre von illegalen Online-Glücksspielanbietern zurückzufordern. Letztere hätten nämlich eigentlich nie Geld von deutschen Verbrauchern annehmen dürfen.

Aus diesem Grund haben Hunderte deutsche Glücksspieler ihre Online-Spielverluste von illegalen Glücksspielanbietern bereits erfolgreich zurückgefordert. Auch Gerichte in Sachsen-Anhalt haben den Spielern vor Ort bereits die Erstattung ihrer Spielverluste zugesprochen – zum Beispiel das Landgericht Halle und das Landgericht Magdeburg.

Rückforderung von Spielverlusten: Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalem Online-Glücksspiel zurückzufordern. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf die Rückerstattung ihrer Online-Sportwetten-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Glücksspielanbieter sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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