01.
Dez 2020

Schadensersatz für manipulierte Porsche-Benziner

Viele konnten es nicht glauben: Selbst Porsche ist vom Dieselskandal betroffen und hat zahlreiche illegal manipulierte Fahrzeuge verkauft. Nun kommt es jedoch noch härter: Auch Porsche-Benziner halten die EU-Umweltrichtlinien aufgrund von Manipulationen nicht ein. Dies hatte der Autobauer selbst im Rahmen von internen Prüfungen festgestellt. Porsche-Besitzer haben deshalb Anspruch auf Schadensersatz. 

 

Diese Porsche-Benziner wurden illegal manipuliert 

Konkret sollen benzinbetriebene PKW der Modellreihen Panamera und 911 von den Manipulationen betroffen sein. Die Fahrzeuge wurden zwischen den Jahren 2008 und 2016 gebaut. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass auch weitere Modelle des Luxus-Herstellers illegal manipuliert wurden.  

Porsche hat die jeweiligen Testfahrzeuge dieser Modelle deutlich umweltfreundlicher konzipiert als die PKW, die am Ende in den Verkauf gingen. Während amtlicher Tests konnten die Fahrzeuge die gängigen Umweltregularien daher einhalten. Dies gelang durch den Einbau anderer Zahnradgrößen im Getriebe. Diese sorgten für längere Übersetzungen und dadurch auch für einen geringeren Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß.  

In den PKW, die in den Serienbetrieb gingen, wurden hingegen Zahnräder verbaut, die kürzere Übersetzungen im Getriebe ermöglichten. Dadurch wurden die Fahrzeuge dynamischer, stießen jedoch auch deutlich mehr Schadstoffe aus. Tatsächlich hätten diese PKW also eigentlich gar nicht zugelassen werden dürfen. Ein solches Vorhaben ist natürlich illegal. 

 

Porsche-Halter haben Anspruch auf Schadensersatz 

Es ist soweit: Der Abgasskandal betrifft auch Benziner. Im Fall Porsche hat der Autobauer selbst die PKW-Manipulationen entdeckt, die nun von den Behörden untersucht werden. Das spricht für einen mehr als erhärteten Verdacht. Daher können Porsche-Besitzer davon ausgehen, dass ihre benzinbetriebenen Luxuswagen bald extrem an Wert verlieren. Es drohen zudem mehrere Rückrufaktionen”, erklärt Claus Goldenstein, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Goldenstein. Er ergänzt: 

Im schlimmsten Fall werden die PKW gar nicht mehr zugelassen. Auch ein Verkaufsverbot könnte auf Porsche zukommen. Schon in der Vergangenheit durfte der Stuttgarter Autobauer beispielsweise  monatelang Porsche Cayenne-Fahrzeuge nicht verkaufen, da diese manipuliert wurden.  

Wir von der Kanzlei Goldenstein raten betroffenen Porsche-Haltern dazu, sich frühzeitig bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten beraten zu lassen und stehen für eine kostenfreie Beratung zur Verfügung. Wer einen illegal manipulierten PKW besitzt, hat nämlich Anspruch auf Schadensersatz. Von allein wird Porsche jedoch nicht auf seine betroffenen Kunden zukommen. 

 

Das sind die Verbraucherrechte im Abgasskandal  

Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeughalter können die Auszahlung des vollständigen Kaufpreises ihres Fahrzeuges bei dem jeweiligen Hersteller geltend machen und ihr Auto dafür zurückgeben. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug weiter zu nutzen und einen Teil des Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. 

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