09.
Mrz 2022

Über 30.000 Euro Entschädigung für zehn Jahre alten VW Tiguan

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist ein mehr als zehn Jahre alter VW Tiguan mit rund 50.000 Kilometern Laufleistung etwa 15.000 Euro wert. Die Kanzlei Goldenstein hat für eine Mandantin mit einem solchen Auto aktuell hingegen eine Entschädigung in Höhe von mehr als 30.000 Euro erwirkt. Auch der VW Tiguan ist nämlich vom Abgasskandal betroffen.

VW Tiguan enthält manipulierten EA189-Motor

Im Dezember 2011 erwarb die Klägerin das Fahrzeug für einen Kaufpreis in Höhe von 34.500 Euro. Rund vier Jahre später kam der VW-Abgasskandal ans Licht. Daraufhin erhielt auch die Besitzerin des Tiguan im Jahr 2016 einen Rückrufbescheid für ihr Fahrzeug. In dem VW-Fahrzeug wurde nämlich ein illegal manipulierte Diesel-Motor des Typs EA189 verbaut.

Im November 2017 ließ die Frau ein vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) genehmigtes Software-Update auf ihr Auto aufspielen. Dadurch sollte die Abgasreinigung des VW Tiguan normalisiert und eine Stilllegung des Fahrzeugs verhindert werden. Noch im selben Monat informierte sich die Klägerin zudem, wie sie sich juristisch gegen diesen Betrug wehren kann. Im November 2019 beteiligte sie sich dann an der Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen.

Tiguan-Besitzerin lehnte Vergleichsangebot von VW ab und profitierte davon

Mit dieser Musterklage konnten die Halter von illegal manipulierten VW-Fahrzeugen kostenfrei prüfen, ob sie wegen des Abgasskandals Anspruch auf Schadensersatz haben. Die Klage endete im Frühjahr 2020 in einem Vergleich, der der Tiguan-Besitzerin eine Entschädigung in Höhe von rund 5.300 Euro eingebracht hätte, wenn sie im Gegenzug auf weitere rechtliche Schritte verzichtet und ihr Fahrzeug behalten hätte.

Die Frau lehnte das Angebot jedoch ab und entschied sich, individuell gegen VW zu klagen. Dies war nach dem Abschluss der Musterklage sechs Monate lang möglich, ohne eine Verjährung der eigenen Rechtsansprüche zu riskieren. Im Nachhinein lässt sich sagen: Diese Entscheidung war absolut richtig, denn nun erhält die Mandantin der Kanzlei Goldenstein rund 10.000 Euro mehr für ihr Auto, als ihr der VW-Vergleich und ein Verkauf ihres Fahrzeugs eingebracht hätten.

Mehr als 30.000 Euro Entschädigung für Fahrzeug-Rückgabe

Das Landgericht (LG) Hamburg sieht es als erwiesen an, dass Volkswagen sich mit der Entwicklung und der Verwendung einer Manipulationssoftware sittenwidrig verhalten hat. Deswegen haben die Hamburger Richter der Mandantin der Kanzlei Goldenstein Anfang Februar 2022 eine Entschädigung in Höhe von 29.266,58 Euro zugesprochen.

Außerdem muss Volkswagen der Klägerin ab dem Zeitpunkt, an dem die Klage eingereicht wurde, Verzugszinsen zahlen. Dadurch steigt die Entschädigungssumme auf insgesamt mehr als 30.000 Euro an. Im Gegenzug wird die Klägerin ihr Fahrzeug an VW zurückgeben.

Diese Rechte haben betroffene Fahrzeughalter

Bereits im Mai 2020 sorgte die Kanzlei Goldenstein bundesweit für Rechtssicherheit im Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal. Damals erwirkte die Kanzlei das erste verbraucherfreundliche Abgasskandal-Urteil am Bundesgerichtshof (BGH). Seitdem steht fest, dass betroffene Verbraucher wegen der Manipulationen Anspruch auf Schadensersatz haben. Schließlich hätten diese ihr Auto niemals zu denselben Konditionen erworben, wenn der Abgasskandal zum Kaufzeitpunkt bereits bekannt gewesen wäre.

Die Besitzer von illegal manipulierten Diesel-Fahrzeugen haben die Möglichkeit, ihr manipuliertes Auto im Rahmen einer Abgasskandal-Klage an den verantwortlichen Hersteller zurückzugeben. Im Gegenzug lässt sich eine finanzielle Entschädigung durchzusetzen, die sich an dem ursprünglichen Kaufpreis des Autos orientiert.

Alternativ besteht auch die Option, das manipulierte Fahrzeug zu behalten, um einen Teil des einst gezahlten Kaufpreises als Entschädigung zu erstreiten. In diesem Fall lassen sich etwa 20 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises in Form von Schadensersatz durchsetzen. Die spezialisierte Kanzlei Goldenstein berät betroffene PKW-Besitzer kostenfrei bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeit im Abgasskandal.

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