23.
Nov 2023

Urteil: Glücksspieler erhält 62.000 Euro zurück

Das Landgericht Kempten (Allgäu) hat einem deutschen Glücksspieler aktuell eine Erstattung seiner Online-Spielverluste in Höhe von rund 62.000 Euro zugesprochen. Ein Mandant von Goldenstein Rechtsanwälte hatte das Geld zwischen 2016 und 2022 auf einer Glücksspiel-Website verzockt. Die Betreibergesellschaft dieser Seite war allerdings nie im Besitz einer deutschen Glücksspiellizenz.

Das sind die Hintergründe des Verfahrens

Konkret hatte der Glücksspieler zwischen März 2016 und Februar 2022 insgesamt 61.856,42 Euro im Online-Casino der Marke Sunnyplayer Slots verzockt. Die besagte Website wurde während dieser Zeit von dem maltesischen Unternehmen PlayCherry Limited betrieben.

PlayCherry Limited ist zwar im Besitz einer maltesischen Glücksspiellizenz. Doch trotz der EU-Dienstleistungsfreiheit wird in Deutschland eine deutsche Glücksspiellizenz benötigt, um hierzulande virtuelle Automaten- oder Casinospiele sowie Poker-Websites und Online-Sportwetten anzubieten. Eine solche Lizenz besaß PlayCherry Limited zwischen 2016 und 2022 allerdings nicht, zumal sich Unternehmen in Deutschland generell erst seit Herbst 2021 um eine bundesweit gültige Online-Glücksspiellizenz bewerben können.

Als der Kläger herausfand, dass er jahrelang auf einer illegalen Website gezockt hatte und seine Verträge mit der Betreibergesellschaft dieser Seite tatsächlich ungültig waren, forderte er seine Spielverluste von PlayCherry Limited zurück. Diese Klage, die von Goldenstein Rechtsanwälte eingebracht wurde, hatte nun Erfolg.

Urteil: Glücksspielanbieter muss Online-Spielverluste vollständig zurückzahlen

Die Richter am Landgericht Kempten im Allgäu sprachen dem Spieler die vollständige Erstattung seiner Online-Spielverluste sowie Verzugszinsen zu. Sie argumentierten unter anderem, dass PlayCherry Limited eigentlich nie hätte Geld von dem deutschen Spieler annehmen dürfen, da das Unternehmen zu keinem Zeitpunkt eine gütige Online-Glücksspiellizenz besaß.

Weil die Firma dennoch jahrelang Einzahlungen von dem bayerischen Zocker akzeptierte, muss sie die entstandenen Spielverluste nun an diesen zurückzahlen. Dabei spielt es keine Rolle, dass der Kläger selbst an illegalem Glücksspiel teilgenommen hatte. PlayCherry Limited muss zudem sämtliche entstandenen Anwalts- und Verfahrenskosten übernehmen.

Rückforderung von Spielverlusten: Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalem Online-Glücksspiel zurückzufordern. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf die Rückerstattung ihrer Online-Sportwetten-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Glücksspielanbieter sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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