01.
Mrz 2024

Es gibt noch immer über 800 illegale Glücksspiel-Websites in Deutschland

Im Sommer 2021 wurde der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland liberalisiert. Wenig später nahm die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle an der Saale ihren Betrieb auf. Die GGL vergibt Glücksspiellizenzen und geht gegen unzulässige Online-Glücksspielanbieter vor. Wie relevant diese Arbeit ist, belegen aktuelle Daten der GGL.

GGL und Glücksspiel-Verband positionieren sich zu illegalem Online-Glücksspiel

Konkret gab die GGL zuletzt bekannt, dass im November 2023 noch immer zwischen 800 und 900 illegale Websites mit Sportwetten- oder anderen Glücksspielangeboten in Deutschland aktiv waren. Laut der Behörde sind diese illegalen Unternehmen für ein Marktvolumen von ungefähr 300 bis 500 Millionen Euro verantwortlich, während der legale Markt in Deutschland ein deutlich höheres Volumen in Höhe von rund 14 Milliarden Euro hat.

Der Deutsche Casinoverband (DOCV) zeigte sich dennoch kürzlich alarmiert, weil der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland in den illegalen Sektor kippe. Dass illegale Glücksspielangebote im Netz im Vergleich zu legalen Glücksspielanbietern Marktanteile dazugewinnen, begründete der DOCV- Verbandschef damit, dass die Steuereinnahmen für virtuelle Automatenspiele im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent zurückgegangen seien, obwohl die Menschen nicht weniger spielen würden. Stattdessen würden sie einfach auf illegale Angebote zurückgreifen. Anstatt ein strikteres Vorgehen gegen illegale Glücksspielanbieter zu fordern, plädierte der DOCV-Chef allerdings für mehr Freiheiten für legale Online-Glücksspielfirmen.

 

Spielerklagen könnten illegalen Markt in Deutschland zurückdrängen

Den wohl größten Effekt in Bezug auf die Bekämpfung von illegalen Online-Glücksspielanbietern könnten möglicherweise die deutschen Glücksspieler selbst erzielen. Das liegt daran, dass Tausende Glücksspieler bereits juristisch gegen illegale Glücksspielanbieter vorgehen und ihre Spielverluste von diesen Unternehmen zurückfordern.

Entsprechende Rückforderungsansprüche bestehen, weil die Verträge zwischen den illegalen Glücksspielanbietern und ihren deutschen Kunden aufgrund des unzulässigen Angebots nie gültig waren. Deshalb hätten deutsche Verbraucher eigentlich auch nie Geld auf entsprechenden Websites einzahlen dürfen.

Folgerichtig haben fast alle deutschen Zivilgerichte entsprechende Spielerklagen bereits stattgegeben und einzelnen Spielern teilweise die Rückerstattung von Spielverlusten in Höhe von Hunderttausenden Euro zugesprochen. Zudem befasst sich auch Deutschlands oberstes Zivilgericht – der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am 07. März erstmals mit Rückforderungen aus Online-Glücksspiel bzw. -Sportwetten. Die Signalwirkung eines verbraucherfreundlichen BGH-Grundsatzurteils wäre wohl so groß, dass Klagen in Milliardenhöhe auf illegale Glücksspielanbieter zukommen würden, wodurch deren illegale Aktivitäten in Deutschland wohl nicht länger tragbar wären.

 

Rückforderung von Spielverlusten: Risikofreie Rechtsdurchsetzung ist möglich

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt deutsche Glücksspieler bereits seit Längerem dabei, ihre Verlustsummen aus illegalem Online-Glücksspiel zurückzufordern und hat bislang bereits mehr als 650 Urteile zugunsten ihrer Mandanten erwirkt. Mit dem kostenlosen Schnellcheck der Kanzlei können betroffene Spieler in wenigen Schritten prüfen, ob sie Anspruch auf die Rückerstattung ihrer Online-Sportwetten-Verluste haben. Die Experten der Kanzlei prüfen die Angaben im Anschluss und beraten die jeweiligen Verbraucher kostenfrei und unverbindlich bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.

Klagen gegen Online-Glücksspielanbieter sind in vielen Fällen ohne Risiko möglich. Sogenannte Prozesskostenfinanzierer übernehmen nämliche sämtliche Verfahrens- und Anwaltskosten von Spielern und zahlen im Falle einer juristischen Niederlage sogar die Kosten der Gegenseite. Lediglich im Erfolgsfall werden Prozesskostenfinanzierer mit einer Provision an der fälligen Entschädigung beteiligt. Dadurch können Spieler ihre Verluste zurückverlangen, ohne dafür einen einzigen Cent in Anwalts- oder Gerichtskosten investieren zu müssen.

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